Dienstag, 29. Juni 2010
Sonntag, 27. Juni 2010
pflanzenpracht
das mutterkraut steht in voller pracht (wenn man vom teilweise obligatorischen läusebefall absieht ;o):
das herzgespann (=löwenschwanz) hat seine "stechenden" blüten entwickelt:
der steinklee sorgt immer wieder für ein eindrucksvolles geruchserlebnis (dank "cumarin" , das auch als inhaltsstoff des waldmeisters für dessen typischen duft/geschmack sorgt...):
und sogar der dost (=oregano) besitzt schon knospen:
"an lavendel hab i do..."
lavendel nutze ich hauptsächlich für kräutersalz und zum räuchern. und selbstverständlich verwendet ihn meine handarbeitsbegabte mutter zum füllen ihrer bewährten bestickten säckchen.
zum "drüberstreuen" noch der text des lavendel-liedes:Wia mir no` klane Buama war`n,
Da hab`n ma an nix denkt,
Holodaro,
Da is uns bei der Hos`n das Hemd außeg`hängt,
Holodaro.
Da hab`n ma uns, weil`s uns so g`freut,
A Tanzerl ang`hört von an Lavendelweib,
Das hat an Wert,
Holodaro,
Von an Lavendelweib, das hat an Wert.
An Lavendel, an Lavendel, an Lavendel hab´n ma do,
`S Büscherl kost` nur zwanzig Gröscherln,
An Lavendel kaufts uns o!
Heut san ma wieder do, kaufts an Lavendel o.
D`Büscherln, die san net groß,
Kosten zwanz`g Gröscherln bloß.
Der Lavendel riacht so fein,
Der g`hört in Kasten rein.
Morg`n san ma nimmer do, kaufts uns an o!
Aber an Lavendel, an Lavendel, an Lavendel hab´n ma do,
`S Büscherl kost` nur zwanzig Gröscherln,
An Lavendel kaufts uns o!
Und wann i am Sonntag in d`Kirchen geh,
Da ziag i mein Spatzenfrack an.
Und do siech i von der Weiten mei Derndl steh`n,
Derndl stehn, schau i kan Heiligen mehr an,
Und do siech i von der Weiten mei Derndl steh`n,
Derndl stehn, schau i kan Heiligen mehr an.
[Quelle: Karl Hodina, O Du lieber Augustin, Pichler 1998]
Freitag, 25. Juni 2010
rotes zauberöl
...und DAS hausmittel, nämlich johanniskraut-hautöl, ansetzte - pünktlich zum johannitag am 24. juni:
nach nur einem tag hat sich das öl schon rötlich verfärbt - ein zeichen für die kräftige wirksamkeit des sonnigen krautes :o)
pflanzenporträt: johanniskraut
Die Vorstellung, das Johanniskraut sei eine magische Tochter des wärmenden Gestirnes, kommt nicht von ungefähr: Die bis zu einem Meter hoch werdende, ausdauernde Pflanze bevorzugt trockene, sonnige Standorte und beginnt ihre Blütenpracht um die Zeit der Sonnenwende im Juni zu entfalten. Vor allem aber erinnern ihre vielzähligen, goldgelben Blüten mit den strahlenartigen Staubblättern an kleine Sonnen. Das sogenannte „Sonnwendkraut“ besitzt sogar derartige Lichtkräfte, dass es unseren Körper photosensibel macht. Aufgrund der erhöhten Lichtempfindlichkeit sollte deshalb während einer Johanniskrautkur auf direkte Sonnenbestrahlung und Solariumsbesuche verzichtet werden.
Einst dem germanischem Sonnengott Baldur geweiht, wurde das Gewächs von den Christen zur Symbolpflanze des Hl. Johannes gemacht, dessen Geburtstag am 24. Juni („Johannistag“) ebenfalls eng mit der Sonnenwende verbunden ist. Bezeichnungen wie „Johannisblut“ oder „Herrgottsblut“ verweisen auf die Legenden, das Kraut sei aus dem Blut des enthaupteten Johannes entsprossen bzw. durch das vom Kreuze Christi tropfende Blut getränkt worden. Die Assoziation mit dem Lebenssaft lag zudem nahe, weil der Inhaltsstoff „Hypericin“ beim Zerreiben der gelben Blüten auf den Fingern eine unerwartete (blut-)rote Färbung hinterlässt.
Angesichts der „Wunderwirkungen“ war sogar der Teufel derart machtlos und entzürnt, dass er die Blätter des Heilkrautes mehrfach durchlöcherte. Hält man diese gegen das Licht, werden tatsächlich durchscheinende „Tüpfel“ sichtbar, die in Wirklichkeit Öleinschlüsse sind und zum lateinischen Beinamen „perforatum“ beitrugen. Die Begriffe „Teufelsflucht“ oder „Fuga Daemonium“ belegen wiederum die im Mittelalter wurzelnde Überzeugung, dass die Pflanze gegen Böses schützt und Dämonen in die Flucht schlägt – darunter selbst jene, die unsere Seele verdunkeln.
[diesen artikel habe ich im spätherbst 2008 für die zeitschrift "die weinviertlerin" geschrieben.]
Mittwoch, 16. Juni 2010
Montag, 14. Juni 2010
Samstag, 12. Juni 2010
schwammerl-schwemme
und dann diesen...
und dieses hübsche doppelgespann:
es folgten noch weitere funde, die im körbchen landeten...
...und wohlbehütet nach hause transportiert wurden.aus den eierschwammerl zauberte ich das:
schmackofatz!! :o)leider waren die würmer auch schon auf steinpilz-suche und haben diese fröhlich bevölkert. zur zeit ist es eher die ausnahme, nicht-wurmige steinpilze zu finden...(da lob ich mir die eierschwammerl, die zu 99% verschont bleiben), aber es wächst sicher genug an schwammerl nach, weil's wetter passt!
Freitag, 11. Juni 2010
chili-zucht VI - schneckenangriff!
ich werde mal nichts unternehmen und zunächst auf einen positiven lauf der natur hoffen...apropos getier im garten, nach einer schlingnatter-sichtung (!wow!) querte auch diese blindschleiche meinen weg:
die fressen wenigstens keine chili-pflanzen. glaub ich zumindest. ;o)hollerblüte küsst erdbeere :o)
die erdbeeren habe ich zunächst geschnitten, mit etwas wasser erwärmt und ein wenig honig gesüßt:
nachdem diese bei-sauce fertig war, wurde backteig zubereitet - 250g mehl, 1/4l milch, 2 dotter, 1el öl und 40g zucker/vanillezucker verrühren. nach dem rasten das übriggebliebene eiklar zu schnee schlagen und unterheben:
dann werden die hollerblüten in den teig getunkt...
und in der pfanne gebacken:
anschließend gemeinsam mit den erdbeeren serviert:
und begleitet von "mmh's" und "aaah's" verzehrt! :o))rosige aussichten
sogar die hundsrosen (=heckenrosen, aus denen später die "hetscherln", sprich hagebutten werden) duften heuer derart intensiv, dass ich meine begeisterung absolut nicht in worte fassen kann!ich hab schon fleissig blütenblätter gesammelt und mein geruchssinn ist schwer beeindruckt :o)
auch ein paar knospen sind schon zum trocknen gepflückt worden:
aus den heckenrosen habe ich wieder gelee gemacht und so wie beim holler ebenso eine variante mit weißwein kreiert. g'schmackig, g'schmackig....
außerdem sind hecken- und duftrosen vermischt in gläser gefüllt worden. links in schnaps - daraus mache ich später eventuell einen likör - und rechts in meine essigrezeptur.
und so kräftig koloriert sahen die ansätze schon nach einem tag aus:
übrigens, die zur erde hin gebogenen äste der hundsrose haben eine bedeutung: sie wachsen nicht aufrecht nach oben, damit der teufel überlistet wird und nicht ins himmelsreich klettern kann! fragt sich nur, was dann wohl bei den kletterrosen passiert.... ;o)Dienstag, 8. Juni 2010
alles holler

soooooo schöööööön!! :o)) und so viele gute dinge können aus den hollerblüten hergestellt werden, wie zum beispiel ein köstlicher essig:
auch gelee hab ich wieder in meiner hexenküche gerührt, diesmal sogar in einer variante mit weißwein... schmeckt nach mehr!
Sonntag, 6. Juni 2010
grossmugl
schon zum zweiten mal durfte ich die gastfreundschaft der "mugler" erleben, es ist immer wieder sehr lässig dort!! :o))










